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Über Sanktanna |
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| Start__________ | ||||||
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About St. Anna |
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| Über Sanktanna_=> |
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| Geografische Lage |
Seit der Gründung im Jahr 1742, unterliegt der Ort einer flexiblen Namensanpassung. |
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| Relief & Bodenschätze |
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| Klima und Vegetation | ||||||
| Chronologie_____ |
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| Lokalverwaltung_ | ||||||
| Bevölkerung____ | ||||||
![]() |
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| Schulwesen______ | ||||||
| Gesundheit &Soz. | ||||||
| Kirchengemeinden_ |
1748 |
bereits sechs Jahre nach der Gründung der Ortspfarrei (1742) - verfügt | ||||
| Kaiserin Maria Theresia, die Erbkönigin von Ungarn, die Umbenennung | ||||||
| Kultur & Tradition_ | der Siedlung Komlos (Komlosch) auf Sanktanna. Dieser |
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| Name bezog sich sowohl auf das alte Komlos, das ein Jahr | ||||||
| Wirtschaft______ | zuvor vom Wiener Hof sogar den Status eines Markt- | |||||
| fleckens erhalten hatte, als auch auf das Ödland der | ||||||
| HOG__________ | Gemarkung Fako, auf dem sich die ersten deutschen | |||||
| Siedlerfamilien niederließen. | ||||||
| Autoren________ | Beide, Alt- und Neusiedlung, unterschied man schon bald | |||||
| durch vorgesetzte Erläuterungssilben: A L T - St.Anna | ||||||
| Dokumentation___ | beziehungsweise N E U - Sanktanna. | |||||
| Auf dem ältesten Besiedlungsplan, 1783/84 des nach | ||||||
| Feedback_______ | Westen zu angelegten Schachbrettortes erkennt man die |
Maria Theresia |
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| ungarischen Namen "Uj.St.Anna" ( also Neu-St.Anna) und am Rande "Komlos", letzteres ergänzt | ||||||
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durch den deutschen Vermerk "Markt Alt-Sz.Anna. " (Dt.- | |||||
| St.- und ung. - Sz sind vertauscht worden)." | ||||||
| Die Differenzierung der Zwillingsorte in Neu- und Alt | ||||||
| blieb im offiziellen Gebrauch eigentlich bis auf den heu- | ||||||
| tigen Tag erhalten - im örtlichen Bereich konnte sie | ||||||
| sich jedoch nicht durchsetzen. Nämlich, es bürgerte sich | ||||||
| für die Fako Neusiedlung der Wiener Name "St.Anna" | ||||||
| ein. | ||||||
| Die alte Niederlassung hingegen hieß im Volksmund | ||||||
| weiterhin Komlosch, auch das gilt bis heute. | ||||||
| Symbol der Habsburger Monarchie | ||||||
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Szent Anna |
das amtliche Ungarn beachtete die lokale Benennung nicht, demnach findet | |||||
| man auf den Atlanten und Urkunden nur die ungarischen Schreibvarianten | ||||||
| für Neu- und Alt-Sanktanna , so z.B: "Uj-Szt.Anna" / |
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| "O-Szt.Anna", oder aber "Szent Anna(Uj)", "Szent Anna | ||||||
| (Uj)", "Szent Anna(O)" (Wandkarte von 1847). Die | ||||||
| Inschrift eines Gesellenbriefes aus 1838 "Uj-Szentanna" , | ||||||
| gibt bereits einen Hinweis auf das spätere Zusammen- | ||||||
| schreiben. | ||||||
| Doch bleibt es bis bis zum Ende des 19. Jahrhundert bei | ||||||
| der Dreiteilung: "Uj-Szt-Anna" oder Uj szent anna. | ||||||
| Eine einheitliche Schreibweise ist noch nicht feststellbar |
Symbol der Einheit Ungarns |
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Sf. Ana |
Bekanntlich war Ioan Slavici, Klassiker der rumänischen Literatur, aus | |||||
| Vilagos (Siria) gebürtig, 1869 in "Cumlaus" als Notarschreiber tätig. Er | ||||||
| erwähnt auch den Nachbarort "Sf.Ana", demnach "Sfinta Ana" , es ist eine eindeutige Lehnüber- | ||||||
| setzung aus dem ungarischen "Szent Anna.. | ||||||
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Khumlusch |
Die ortsansässigen Deutschen sagten schon immer "Khumlusch" bei der | |||||
| Wiedergabe des amtlichen "Komlos" / "Komlosch". Die Vermutung liegt je- | ||||||
| doch nahe, dass "Khumlusch" und rum. "Komlos" keine Verbalhornungen, sondern die Fort- | ||||||
| setzung der örtlichen Aussprache ungarischer Einwohner, von denen nach der langen Türken- | ||||||
| Not, wenn auch nur klägliche Reste zurückblieben. | ||||||
| Ung. komlo = Hopfen; komlos = hopfenhaltig ; häufiger Ortsname in Altungarn. | ||||||
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Santana |
Das ortsübliche "schwäbische Santana" ist die akustische Wiedergabe des | |||||
| ungarischen "Szentanna". Man führe hier nicht die schriftdeutsche Ausspra- | ||||||
| che für "Sanktanna" an, denn dies ist nur eine gelehrte Bildung, die man während der Zwischen- | ||||||
| kriegszeit, als es wieder ein Hochdeutsch im Ort gab, in den Schulen und in der Kirchenkanzel. | ||||||
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Szentanna |
von 1900 bis 1918. Eine Verordnung die Schreibnorm, d.h. die Ganz- | |||||
| schreibung der drei Einzelteile zu "Ujszentanna" und "Oszentanna" sorgte | ||||||
| für große Verwirrung. | ||||||
| Das Lehrerkollegium der Bürgerschule führt nunmehr die einheitliche Form ""Ujszentanna" fort. | ||||||
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Comlaus / |
Ein rumänisches Santana veche / |
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| noua gab es nicht. Der Ort hieß | ||||||
| für die Rumänen, nach 1919, auch amtlich, "Comlaus", | ||||||
| in Anlehnung an das ung. "Komlos", das in dieser und | ||||||
| in der "Komlous" - Form schon in alten Urkunden vor- | ||||||
| kommt. | ||||||
| Auf der Anzeige des Bahnhofes, gleich nach dem | ||||||
| Imperiumwechsel im Jahr 1919 und in den Schulzeug- | ||||||
| nissen, bis im Jahr 1935 stand die Bezeichnung "Sfanta | ||||||
| Ana". | ||||||
| Volkstümliches "Santana" kommt von "Szentanna" |
Symbol des rum. Königreich |
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| und zu Deutsch "Sanktanna". | ||||||
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Sintana |
Die Rechtschreibereform von 1953/54 brachte Sintana, mit dem i aus a | |||||
| In Ermangelung des Zirkumflex-Zeichens (Hausdach) schreibt man in den | ||||||
| den deutschen Pässen das ungewöhnliche "Sintana". | ||||||
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Nach der Machtübernahme durch die "Rumänische - | |||||
| Arbeiter - Partei" , rumänische Abkürzung "PMR", | ||||||
| und der Proklamierung der Rumänischen - Volks- | ||||||
| republick, waren die Kommunisten bestrebt, eine neue | ||||||
| Ära in Rumänien einzuleiten. Die Geschichte Rumäniens | ||||||
| wurde umgeschrieben. | ||||||
| Nichts sollte im Ardeal, ( Banat und Siebenbürgen) | ||||||
| an das Christentum und andere nationalstaaatliche | ||||||
| Symbole deuten, somit wurden viele Ortsnamen umbe- | ||||||
| nannt. | ||||||
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Symbol der Volksrepublik Rumänien |
Das erklärte Ziel der kommunistischen Machthaber war | |||||
| eine neue nationale Identität Rumänien überzustülpen. | ||||||
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Santana |
Die Suche nach der wahren rumänischen Identität, fand auch nach der | |||||
| Wende im Jahr 1989, durch den Sturz Ceausescus, ihre Kontinuität. | ||||||
| Der Gemeinderat befasste sich schließlich auch mit der |
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| Frage der Ortsbezeichnung und für die Klärung wurde | ||||||
| ein Gutachten von bestimmten Lehrern der "Sf . Ana" | ||||||
| Schule eingeholt. | ||||||
| Nach einer chronologischen Recherche der Geschichte | ||||||
| des Ortes in seiner Gesamtheit, d.h. Einbeziehung von | ||||||
| Alt- und Neusanktanna, wurde eine Lösung gefunden, | ||||||
| die keine Rückschlüsse auf nationale Identitätsnuancen | ||||||
| aber auch keine Eindeutigkeit, zuläßt. | ||||||
| Auf dem Eingangsschild, des zum Rang einer Stadt erho- | ||||||
| benen Ortes steht " SANTANA" , erste urkundliche |
Symbol Rumäniens nach 1990 |
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| Erwähnung 1334. | ||||||
| Ortschronist der HOG Sanktanna, Erwin Schmidt, gibt abschließend folgende Deutung: | ||||||
| Die Schreibweise "Sanktanna" und rumänisch "Santana" | ||||||
| gehen auf ungarisch "Szentanna" zurück, das seinerseits | ||||||
| die Wiedergabe des Wiener kanzleideutschen "St.Anna" | ||||||
| aus der Gründerzeit nach 1742 ist. | ||||||
| Wir, die Autoren der Homepage, haben keine Deutungshoheit, wagen aber folgende These: | ||||||
| Die Geschichte des christlich katholischen Sanktanna | ||||||
| neigt sich ihrem Ende zu, die Geschichte des christlich | ||||||
| orthodoxen Santana hat bereits begonnen. | ||||||